Nur einfach weil es abend ist, weil es Spaß macht, weil es viel zu sagen gäbe und es für all diese Worte glücklicherweise zu spät ist. Weil nur die Erinnerung bleibt. Ein kaltes Feuer in einer taghellen Nacht:
Dort in der Nacht, hinter der Waldschenke. Weißt Du noch? Du, ich und eine Unschuld, die schon vor Jahren verloren schien?
Ich spürte das Holz in meinem Rücken und jenen warmen Geschmack von Sommerregen auf meiner Haut. Unter meiner Haut nur die Ahnung einer Umarmung von Dir. Stundenlanges Schweigen während eines Gespräches, das nichts suchte, als sein Ende.
Wir haben Weißwein getrunken und Erdbeerschokolade eisgekühlt. Auf der Zunge, neben dem Schlüsselbein, auf den Fingerspitzen.
Wir haben Whiskey getrunken und all jene Lieder gehört, deren Text Dir sagen sollte, wie sehr der Schmerz mich kaltlässt und das Glück mich verletzt.
Wir haben Sibirien gegründet, Grönland versetzt und rosa Pudel auf Eisbären gehetzt.
Vor dem Spiegel tanzte das Summertimegirl, dahinter nur ich.
Sinnlich bis zur verbotenen Atemlosigkeit waren wir beide.
Verboten einsam. Verboten frei.
Ich erkaufte mir Vergessen am kleinen Waldkiosk wie ein Eis am Stil – und verzehrte mich ebenso schnell.
Sinnhaft bis zur endlichen Wahrheit.
Verboten ehrlich. Verboten glücklich.
Ich brauchte keinen großen Worte mehr gegen dein Schweigen, ich brauchte meinen Körper und Zeit.
Ich lag im Moos, neben einer Ginsterhecke. Der Ginster kehrte ebenso wieder wie die Stadt im Norden, der Hafen im Süden, wie eine Erinnerung an ein ganzes anderes Leben.
Dein zHer hal(l)te in mir wi(e)der.
Immer.
Erinnerst Du dich an die Zeit vor dem Morgen?